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Bildähnlichkeiten digital

Erstaunliches aus der BSB

Die Bayerische Staatsbibliothek hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten player im Bereich der Digital Humanities entwickelt. Das gilt jetzt auch für die Kunstgeschichte. Denn das, was hier mit der Bildsuche geliefert wird, ist schon erstaunlich.

Im Gegensatz zu dem, was üblich ist, werden bei der BSB-Bildsuche keine Metadaten adressiert, sondern die Bilder selber bzw. die Pixel, aus denen diese Bilder im Digitalen bestehen. Insgesamt ist z.Z. ein Bestand von 5 Millionen Bildern vorhanden, die aus illustrierten Büchern aus BSB-Beständen entnommen sind, und deren Digitalisierung wohl im Rahmen der berühmt-berüchtigten google-Kooperation unternommen wurde. Ich kann bei meiner Suche bestimmte Parameter ändern, etwa den Zeitraum einschränken oder auch die Akzentuierung der Suche auf Farbähnlichkeiten oder Kantendetektion fokussieren, und sogar das Hochladen eigener Bilder zwecks Auffinden von ähnlichen Bildern ist möglich. Die Ergebnisse sind gemischt. Zunächst einmal sollte man sich klar machen, dasss Pixel-Ähnlichkeit nicht unbedingt eine semantische Nähe bezeichnet. In meinem Beispiel hatte ich eine schwarze Rückenfigur (siehe oben) vorgegeben, und nur aufgrund der Pixel-Ähnlichkeit kamen zwar einerseits auch weitere Rückenansichten und Ansichten von dunkel gekleideten Figuren heraus, aber auch ein Buchstabe A und ein Hochhaus, die dem Ausgangspunkt rein phänomenologisch eben ähnlich sind. Mit ein wenig Herumexperimentieren bei den Paramtern wird man hier manches noch verbessern können, in anderen Fällen nämlich, vor allem bei komplexer strukturierten Bildgegenständen ist die Bildähnlichkeit doch zuweilen kaum überzeugend. Aber vielleicht wäre ja auch eine Kombination mit Metadaten zur Verbesserung der Ergebnisse denkbar. In jedem Fall ein tool, das bei Verbesserung gerade auch für die Kunstgeschichte ungeahnte Perspektiven eröffnen dürfte.

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