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Nachhaltigkeit

Bei Drittmittelprojekten

Drittmittelfinanzierte Projekte im Bereich der Digitalen Kunstgeschichte leiden häufig darunter, dass es sich dabei weniger um abschließbare Forschungsprojekte als vielmehr um auf Dauer angelegte Infrastrukturprojekte handelt, in denen der Dokumentationsaspekt gegenüber dem Forschungsaspekt eine mindestens ebenso große Rolle einnimmt. Das führt in der Praxis dazu, dass vieles genau nur so lange läuft, wie die Förderperiode dauert und danach mehr oder weniger direkt abstürzt, da die Mittel zum Unterhalt fehlen. Ich sehe dafür zwei Abhilfen: Die Antragsteller/innen müssen zusehen, das Projekt in den institutionellen Dauerbetrieb zu intergrieren, also es von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin betreuen zu lassen. Verdammt schwierig, vor allem dann, wenn es ein komplexes Angebot ist. (Auch daher mein ceterum censeo: keep it simple) Die Alternative würde ein Umdenken bei den Geldgebern voraussetzen: Denkbar wäre, dass etwa die DFG nur noch 80% (o.ä.) ihrer Mittel für Erstanträge in dem Bereich zur Verfügung stellt, während die anderen 20% der Verstetigung von erfolgreichen Projekten gegeben werden. Was "erfolgreich" ist, wäre natürlich kompetitiv zu bestimmen. Eine dritte Möglichkeit, eine GESIS für die Geisteswissenschaften/ Kunstgeschichte wäre wohl nur bei höherem Einfluss der entsprechenden Fächer bzw. bei einem wirklich originären Interesse an den entsprechenden Unternehmungen vorstellbar.

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