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NFDI4Culture - Virtueller Workshop #1

Das einzige in der ersten Förderrunde zum Vorhaben einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) erfolgreiche geisteswissenschaftliche Konsortium NFDI4Culture organisiert seinen ersten öffentlichen Workshop seit der Förderbewilligung. Geplant ist die Bildung von drei Gruppen, in denen jeweils spezifische Arbeitsgebiete erörtert werden. Möglichkeiten zur Beteiligung an den Vorhaben und Angeboten des NFDI4Culture-Konsortiums werden zudem von den Co-Spokespersons vorgestellt werden. Folgende drei Gruppen stellen sich gemäß Workshop-Programm der Diskussion:

1     (Collaborative) Data Enrichment (Ina Blümel, Reinhard Altenhöner)
       FAIR data for Research (Barbara Wiermann, Christian Bracht)
2     Research Tools and Data Services (Lisa Dieckmann, Daniel Röwenstrunk)
       Legal Helpdesk (Harald Sack, Franziska Boehm)
3     Data Publication and Data Availability (Maria Effinger, Jens Bove)
       Cultural Research Data Academy (CRDA) - Professionalisation, Qualification and
       Training (Malte Hagener, Andreas Münzmay)

Position, Spezifik und Ausrichtung des NFDI4Culture-Konsortiums innerhalb der gesamten neun NFDI-Konsortien einerseits und andererseits innerhalb der Kultur-Fachbereiche gilt es zudem zu erörtern. Die Situation ist die folgende:

Die Möglichkeit zum Aufbau einer gemeinsamen Infrastruktur für digitale Forschungsdaten im Konsortien-Verbund (lat. konsortium - Gütergemeinschaft) ist der Art historisch zum ersten Mal und auf diese Weise wohl auch nicht wieder gegeben. Lässt sich die Forschung und Arbeit mit digitalen Daten, die digitalen Datenflüsse und verbundene Dienste und weitere Leistungen metaphorisch mit dem System des Straßenverkehrs gleichsetzen, so ist zu sagen:

Die Planung einer Architektur für den Verkehr, für Datenflüsse, -prozesse und -management, der Aufbau eines Verkehrsleitsystems, wird Wege, Orte, Netze an Verbindungen generieren, virtuelle Plätze, die wiederum weitere Möglichkeiten der Verbindung, des Transfers und der Interaktion eröffnen. Auch die wie bisher sich bottom up bildenden Trampelpfade, eigensinnige Anarcholösungen oder bereits etablierte Prozeduren lassen sich in eine solche architektonische Struktur integrieren. Der Aufbau der Infrastruktur und verbundener Dienste ist nicht mehr oder weniger theoretisch als Planung und Bau eines Verkehrssystems, an dessen Straßen stetig noch gebaut wird, während sie längst befahren werden.

Das Neue zieht über das Digitale ein. Die Professionalisierung erfordert zunehmend Regulierungen und Richtwerte. Auf lange Sicht birgt das Vorhaben einer NFDI ebenso Chancen. Nochmal der Vergleich mit Verkehrssystemen: Man wird den Fluß nicht selbst zu durchqueren haben, wenn man weiß, dass es eine Brücke gibt. Auch Schnellstraßen müssen kein Traum bleiben. Nur: Eine Autobahn baut niemand allein. 

Workshop am 09.09.2020, 10-12h

"Nach der Bewilligung ist vor der Gründung. Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur mit ihren Konsortien unterschiedlicher Datendomänen gilt es nun sorgfältig zu gestalten. Dabei gibt es viele Fragen und sie wollen konkret beantwortet werden." (NFDI4Culture) Durch Teilnahme am virtuellen Workshop am 09.09.2020, 10-12h, Anmeldung über coordination-office@nfdi4culture.de bis zum 04.09., kann man sich einschalten.
Interessierte folgen dem Twitter-Hashtag zum Workshop #4CultureExplained.

    



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