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The medium is the message

Texte und Bilder verlieren im elektronischen Medium ihre Festigkeit und "verflüssigen" sich. Sie können viel bequemer in alle möglichen Zusammenhänge eingebunden und damit jeweils neu kontextualisiert werden. Ich denke, dass damit eine der weitreichendsten Konsequenzen der massiven Digitalisierungsbemühungen beschrieben ist, die die Welt im Moment erlebt. Wir (das sind Nils Büttner/ Stuttgart, Hubert Locher/Marburg, Tanja Michalsky/ Berlin, Christoph Wagner/ Regensburg und ich/ München) haben uns diese Einsicht zunutze gemacht, indem wir nicht nur eine neue Zeitschrift gegründet haben (mit dem bescheidenen Titel

Kunstgeschichte) , sondern diese dem Prinzip des "open peer reviewing" widmen.

 

Die veröffentlichten Beiträge aus dem gesamten Bereich der Kunstgeschichte (daher der Name) sollen Grundlage für Diskussionen bieten, die ebenfalls zitierfähig abgespeichert werden und die Linearität des geläufigen Publikationswesens ein wenig konterkarieren sollen. Nicht dass das am Anfang so wahnsinnig häufig genutzt würde, dafür ist das Verfahren in der Kunstgeschichte und allen Geisteswissenschaften doch zu ungewöhnlich. Wir sind uns aber sicher, dass sich das in Zukunft ändern wird und dass diese Änderungen von dem neuen Medium eben mindestens auch mitangestoßen werden. Man kann das Ganze auch mit einem in der Digitalphilosophie gängigen Schlagwort beschreiben: Publish first, filter later. Dem Geisteswissenschaftler stehen hier erst mal die Haare zu Berge. Aber vielleicht ist das Motto bei längerem Nachdenken gar nicht so skandalös, wie man auf den ersten Blick meinen sollte. Ein blog wie der, in dem Sie gerade schmökern, ist übrigens der beste Beleg für das, was ich hier zu beschreiben versuche. Belegen Sie es, indem Sie einen Kommentar schreiben!

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